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Ultraschall

Hunderte von Apps kann für die Vermarktung von "Beacons" hören Sie nicht hören
Die App hört das Ultraschall-Signal, der Nutzer nicht
n - tv , Köln
 

Die App hört das Ultraschall-Signal, der Nutzer nicht

Die App hört das Ultraschall-Signal, der Nutzer nicht.

Montag, 08. Mai 2017

Wenn der Fernseher still pfeift Apps schnüffeln via Ultraschall

Deutsche Forscher finden heraus, dass über 200 Android-Apps in Googles Play Store Fernsehzuschauer mittels Ultraschall ausspionieren können. Wie funktioniert das und wer setzt diese Technik ein?

Die meisten Fernsehzuschauer schalten ihr Smartphone nicht aus, wenn sie vor dem TV-Gerät sitzen, sondern sie haben das Handy neben sich auf dem Tisch oder der Couch liegen. Das nutzten sogenannte Ultraschall-Beacons aus, um die Nutzer völlig unbemerkt auszuspionieren. Forscher der Technischen Universität Braunschweig haben herausgefunden, dass 234 Android-Apps ständig empfangsbereit sind und auf für das menschliche Ohr unhörbare Signale warten, die in TV-Werbungen versteckt gesendet werden.

Ultraschall-Beacons sind grundsätzlich nicht verwerflich, so lange sie mit Wissen des Nutzers eingesetzt werden. Sie können beispielsweise Bluetooth-Beacons in Geschäften ersetzen, die automatisch Informationen übermitteln, wenn ein Nutzer das Geschäft betritt. Die Ultraschall-Variante arbeitet dabei wesentlich präziser. Beispielsweise setzt die App von Shopkick die Technik auf diese Weise ein. Das Unternehmen Silverpush hat sich allerdings ein Patent für "Ultrasound Cross-Device-Tracking" (uXDT) gesichert, bei dem Apps ohne Einverständnis des Nutzers heimlich Signale empfangen, die TV-Werbungen im Bereich zwischen 18 und 20 Megahertz aussenden. So können Sehgewohnheiten von Smartphone- oder Tablet-Besitzern aufgezeichnet und Profile erstellt werden, ähnlich wie dies über Cookies beim Besuch von Webseiten geschieht.
Mehr Empfänger, aber noch keine Sender

Silverpush beteuerte gegenüber "Forbes" zwar im März 2016, die Technik sei lediglich dafür vorgesehen gewesen, ähnliche Anzeigen auf dem mobilen Gerät anzuzeigen, wenn der Nutzer eine entsprechende Werbung im Fernsehen sieht. Trotzdem kündigte das Unternehmen an, nicht mehr weiter mit uXDT zu arbeiten. Kurz zuvor hatte die US-Handelsaufsicht Entwickler davor gewarnt, ihre Apps mit Silverpush-Code zu versehen.

Trotzdem nimmt die Zahl der Anwendungen, die die Technik implementiert haben, weiter zu. Im April 2015 fanden die Braunschweiger Forscher im Play Store sechs Apps mit Silverpush-Code, im Dezember desselben Jahres 39. Jetzt sind es insgesamt 234 Anwendungen, die potenzielle Ultraschall-Schnüffler sind. Unter ihnen sind Apps, die zwischen 1 und 5 Millionen Mal installiert wurden. Noch fehlt es den Spionen aber an Sendern. Bisher hätten sie keine TV-Werbung entdeckt, die das Ultraschall-Tracking benutzen, schreiben die Wissenschaftler.

Quelle: n-tv.de , kwe

http://www.n-tv.de/technik/Apps-schnueffeln-via-Ultraschall-article19828294.html
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