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Traum und Wirklichkeit

So schnell ist 5G in Österreich wirklich

So schnell ist 5G in Österreich wirklich
Die Download- und Upload-Geschwindigkeiten mit 5G sind längst nicht so hoch wie versprochen, liegen aber vor den Ergebnissen des vorherigen Speedtests


Der Anbieter Drei hat laut Ookla-Speedtest das schnellste 5G-Netz Österreichs.


Die Versprechen der Anbieter in Bezug auf die Geschwindigkeiten von 5G erreichten in den vergangenen Jahren astronomische Höhen. So war etwa in einem Beitrag der Deutschen Telekom davon die Rede, dass 5G künftig unter Idealbedingungen von zehn Gbit/s übertragen könne. Auch für Österreich wurden derartige Geschwindigkeiten prognostiziert. Die gegenwärtige Realität sieht für Einzelpersonen aber anders aus, wie eine aktuelle Auswertung von Ookla-Speedtests zeigt.

Speedtest mit über 12.000 Geräten
Mit dem Speedtest von Ookla können Nutzerinnen und Nutzer feststellen, wie schnell ihre Internetgeschwindigkeit ist. Das Tool liefert Daten zu Downstram, Upstream und der Latenzzeit. Für die aktuelle Auswertung wurden anonymisierte Daten von 12.631 Geräten im dritten und vierten Quartal 2021 herangezogen.

Am häufigsten wurde dabei das iPhone 12 Pro 5G, das iPhone 12 Pro Max 5G sowie weitere iPhones verwendet. Auch wenn hier ein klarer Schwerpunkt auf Apple-Geräten liegt und es somit zu einer Verzerrung der Ergebnisse kommen könnte, kann allein aufgrund der Anzahl der Messungen von einer beachtlichen Stichprobe gesprochen werden.


Die 5G-Werte im Vergleich.
Foto: Ookla
Die Messergebnisse selbst sind angesichts der Versprechen recht ernüchternd. So ergibt sich durchschnittlich (konkret: im Median) ein Downstream von 156,99 Mbps und ein Upstream von 24,90 Mbps. Die Latenzzeit liegt im Median bei 22 Millisekunden. Mit den Versprechen der Anbieter – und auch mit so manchem Festnetz-Glasfaseranschluss – können diese Werte also nicht mithalten.

Drei hat das schnellste 5G-Netz
Mit 292,23 Mbps hat Drei den schnellsten Downstram unter den Anbietern, vor Magenta (161,21 Mbps) und A1 (117,02 Mbps). Beim Upload hat Magenta mit 27,96 Mbps die Nase vorn, vor Drei und A1. Bei der Latenz teilen sich Drei und A1 den Spitzenplatz.


Laut "Speed Score" führt Drei das Ranking an.
Foto: Ookla
Insgesamt geht Drei laut Ookla als Gewinner aus der aktuellen Analyse hervor. Hierzu hat man einen entsprechenden "Speed Score" ermittelt, der sich aus verschiedenen Faktoren zusammensetzt. Drei liegt laut Ookla mit einem Speed Score von 264,56 deutlich vor Magenta (149,26) und A1 (107,95).

5G in Wien
Bessere Werte als in den Bundesländern liefern die drei Anbieter übrigens in der Bundeshauptstadt Wien. Hier kommt Drei auf einen Downstream von 318,46 Mbps, Magenta auf 181,00 Mbps und A1 auf 117,66 Mbps.


In Wien wurden bessere 5G-Werte als im Rest Österreichs erzielt.
Foto: Ookla
Zumindest in punkto Downstream und Upstream zeigen die aktuellen Werte übrigens eine Verbesserung gegenüber dem ersten Halbjahr 2021: Damals lag der durchschnittliche Upload bei 135,35 Mbps und der durchschnittliche Upload bei 21,67 Mbps. Die Latenzzeit hat sich mit 22 Millisekunden nicht verändert. (stm, 5.2.2022)


Ergebnisse des 5G-Speedtests im ersten Halbjahr 2021.



https://www.derstandard.de/story/2000133134463/so-schnell-ist-5g-in-oesterreich-wirklich