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Der Feind in meiner Firma


aktualisiert am 22.10.2010, 11:47 Uhr | FTD, Jan Guldner

Mittelständler schützen sich nur unzureichend gegen Industriespionage. (Foto: Imago)
Der deutsche Mittelstand schützt sein wertvolles Know-how viel zu wenig. Ausländische Geheimdienste und Wettbewerber versuchen mit allen Mitteln, hinter Patente und Produkte zu kommen.
Eins-zu-eins-Kopie der eigenen Fabrik
Als Eginhard Vietz die Fabrik nahe Peking sah, brach in ihm eine Welt zusammen. "Wenn ich in dem Moment eine Pistole gehabt hätte, hätte ich mich vor Enttäuschung erschossen", sagt der 69-jährige Unternehmer. Er schaute auf ein Gebäude, das genau so aussah, wie das, was er mit seinem chinesischen Joint-Venture-Partner 87 Kilometer entfernt aufgebaut hatte. Er sah die exakt gleichen Maschinen vom Band rollen, mit dem exakt gleichen Logo des Pipeline-Equipment-Herstellers Vietz.
Und irgendwie hatte er es geahnt. Auf Anraten eines alten chinesischen Freundes hatte er sich kurz zuvor in der ursprünglichen Fabrik offiziell nach Deutschland verabschiedet. Gemeinsam mit dem Freund wartete er dann aber in einem Auto vor der Fertigungshalle. Er hatte das Gefühl, dass etwas mit den Angestellten nicht stimmte. Manchmal sah er völlig fremde Gesichter unter den Arbeitern, deren Herkunft er sich nicht erklären konnte. An diesem Abend sollte er erfahren, woher die Unbekannten kamen. Um Punkt 18 Uhr rollte ein VW Bus vor, lud acht Mitarbeiter aus, acht andere wieder ein und fuhr davon. Vietz und sein Bekannter folgten dem Bus. Bis hin zu jener eins-zu-eins-Kopie seiner Fabrik.
18 Prozent der Mittelständler von Wirtschaftsspionage betroffen
Vietz ist der einzige deutsche Mittelständler, der jemals ausspioniert wurde. Zumindest offiziell. Denn während Vietz mit seiner Geschichte durch die Gazetten tingelt, tun andere alles, um nicht an die Öffentlichkeit zu müssen. Zahlen belegen jedoch, dass es noch mehr mittelständische Spionageopfer gibt. Eine neue Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft KPMG kommt zu dem Ergebnis, dass 18 Prozent der deutschen Mittelständler von Wirtschaftsspionage betroffen sind - am ehesten mittelständische Autozulieferer, Maschinenbauer und Softwarehersteller. Auch das Bundesamt für Verfassungsschutz warnt vor einer zunehmenden Gefährdung des deutschen Mittelstands. "Bedroht sind alle, die innovative Produkte herstellen", sagt Berthold Stoppelkamp von der Arbeitsgemeinschaft für Sicherheit der Wirtschaft (ASW), einer Initiative der großen Wirtschaftsverbände. "Besonders gefährdet sind aber die Hidden Champions des deutschen Mittelstands." Die meisten Angriffe werden nach wie vor nicht bekannt, sagt Stoppelkamp. Die betroffenen Unternehmer halten ihre Verdachtsfälle geheim. Sie schämen sich, dass sie übers Ohr gehauen wurden. Sie befürchten, ihre Geschäftspartner könnten sie für unseriös halten.